Was geschah im…Juni und Juli 2016?

Vieles ist in diesen beiden Monaten im Kinderdorf geschehen…

Eine traurige Nachricht erreichte uns in den letzten Tagen des Juni: Upendo, unser „Mondscheinkind“ ist am 23. Juni 2016 verstorben. Upendo war seit 2009 im Kinderdorf. Sie litt an Hautkrebs durch Tageslicht. Trotz lästiger Hautschutzkleidung, Abdunkelung ihres Zimmers etc. war sie lebenshungrig, ging lange Zeit zur Schule und nahm am Leben im Kinderdorf rege teil. Zahlreichen Krankenhausaufenthalte und Operationen waren nötig. Alle Kinder und Hausmütter haben sich in der ganzen Zeit liebevoll um sie gekümmert. Ende 2014 war Upendo als nicht mehr therapierbar ins Kinderdorf entlassen worden. Sie war das tapferste kleine Mädchen überhaupt und hinterläßt eine grosse Lücke.

Weiter geht es mit den erfreulichen Nachrichten: Turnusgemäß wurden in diesem Monat die HIV-positiven Kinder zur regelmäßigen Kontrolle und Einstellung der Medikamente im Krankenhaus in Iringa vorgestellt. Ebenso wurden alle Kinder unter 5 Jahre untersucht. Alle sind gesund und munter. Ein Jugendlicher hatte eine Mandelentzündung. Die ist mittlerweile auskuriert.

Am 10. Juni nahmen unsere Kinder an der internationalen Nacht in Iringa teil und führten dort einen traditionellen Tanz vor. Das war eine gelungene Aufführung. Eine Belohnung am Wochenende war die Herstellung von Erdnüssen in Karamell. Mmh…

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Sechs Tage später fand im Kinderdorf der „Child of Africa Day“ statt. An diesem Tag wird auf die Rechte der Kinder aufmerksam gemacht. Die Kinder stehen ganz besonders im Mittelpunkt. Im Kinderdorf war alles geschmückt, es wurde getanzt und gefeiert. BezirksvertreterInnen brachten Geschenke für unsere Kinder mit.

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Das Grand Opening des Regionalmuseums und Kulturzentrums Iringa am 25. Juni 2016 nutzten die Kinder und die FarmmitarbeiterInnen zum Verkauf von Farmprodukten und Ernteerfolgen der Kidsclubs. Die Kinder bearbeiten eigene Gemüsebeete und dürfen zur Aufbesserung ihres Taschengelds den Erlös aus dem Verkauf unter sich aufteilen oder auch reinvestieren. Das bestimmen sie selbst.

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Allen Shagama, ein Mitarbeiter aus dem Kinderdorf, der die bedürftigen Kinder und Erwachsenen im Rahmen unseres Home Based Care Programms in den umliegenden Dörfern besucht und versorgt, nutzte auch in diesem Monat wieder eine Gemeindeversammlung um über Familienplanung, Aids-Vorsorge und die Behandlung mit HIV-Medikamenten zu informieren.

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Um unseren Kindern, die sich täglich vor Sonnenaufgang zu Fuß auf den Weg in die Schule machen und auch erst am späten Nachmittag gegen vier Uhr zurückkommen, eine andere Art Lernen näher zu bringen, machten die Hausmamas beim gemeinsamen Mamaworkshop im April den Vorschlag, an einem Tag der Woche ohne zusätzlichen Unterricht einen Spielenachmittag organisieren zu wollen. Die Hausmütter wollen mehr Zeit mit den Kindern verbringen. Gemeinsames Überlegen, eine kleine Umorganisation und schon stand für Mittwochs auf dem Plan: Gemeinsamer Spielenachmittag. In Zusammenarbeit mit Mama Mosha, der pädagogischen Leitung, konnte jetzt im Juli alle 14 Tage ein Pfadfinder- und ein Netballkurs im Kinderdorf arrangiert werden. Erst musste allerdings ein Netball-Spielfeld geschaffen werden. Dank großzügiger Spenden konnten zwei Netballtore angefertigt werden. Daraufhin wurde das Spielfeld abgemessen und die Tore mittels Zement im Boden verankert. Die größte Arbeit bestand allerdings darin, die Fläche von dem hartnäckigen Gestrüpp zu befreien, dem Dornenstrauch Mbigili. Nach ihm ist das in der Nähe liegende Dorf Mbigili Village benannt. So haben sich alle Hausmütter und Kinder zusammen an die Arbeit gemacht, um diese unerquickliche Arbeit schnellstmöglich zu erledigen. Nachdem alle Dornen entfernt waren, konnte der lang ersehnte Spielenachmittag gestartet werden. Die Kinder haben sich gefreut und schon im Voraus viel darüber diskutiert, wer lieber Netball spielen möchte oder wer doch eher bei den Pfadfindern mitmachen möchte.

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In Tansania ist zurzeit Touristensaison. Davon profitiert auch das Kinderdorf. Die Verkäufe unserer Farmprodukte laufen derzeit sehr gut und Adam, der Sales-Manager, hat alle Hände voll zu tun. Wir halten auch immer nach Saatgut Ausschau, welches die anderen Farmen nicht haben. Mit unserem besonderen Gemüseangebot sind wir sehr interessant für bessere Hotels und Restaurants in Iringa und im Umkreis. Dazu ist außerdem die Qualität unserer Eier um ein Vielfaches besser als die üblicherweise angebotenen „Industrieeier“. Es erlaubt uns, einen höheren Preis zu verlangen. Wegen der großen Nachfrage nach unserem guten Rindfleisch wurde zuletzt wieder ein Tier geschlachtet und kiloweise verkauft. Auch wir haben die Chance genutzt und Mishkaki (gewürzte Fleischspieße) zubereitet. Die Kinder haben sich sehr über diese Spezialität gefreut, denn das ist eine große Seltenheit. Normalität ist vegetarisches Morgen-, Mittag- und Abendessen, sonntags ein halbes Ei, wer will, und eine halbe Banane.

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